Route: Wannsee, Havel Potsdam

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Wetter: hot, hot, hot, 34 Grad
Route: Spree mitten durch Berlin

Wetter: ordentlich warm, 33 Grad
Route: Langer See, Köpenick, Rummelsburger Bucht

Wetter: gut warm, 33 Grad
Route: Dämeritzsee, Seddinsee

Wetter: 35 Grad und mehr
Route: Werlsee

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Wetter: doch ganz schön warm, 35 Grad
Route: Flakensee, Kalksee, Steinitzsee

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Wetter: doch ganz schön warm, 35 Grad
Route: Flakensee, Kalksee, Steinitzsee

Wetter: heiß, 28,5 Grad
Route: Von Köpenick über den Müggelsee zu „Die Bänke“ und Neu-Venedig

Wetter: heiß, 31 Grad
Route: Potsdam Havel über den Teltowkanal bis Berlin Köpenick

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Burj Khalifa

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Burj al Arab – In der Skyview Bar gebs nen gepflegten Cocktail.

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Vor Jahr Millionen hat sich eine Gruppe Landsäuger auf den Weg gemacht, um die Weltmeere zu erobern, um dort mal richtig auszuspannen.  Pholster-Phohl. Eine Reisegemeinschaft von auserlesenen Ruheständlern aus dem Tal der Ahnungslosen, hinausgezogen um die Welt mit ihrem lustigem sächsischen Dialekt ein klein wenig bunter zu machen. Erkennungszeichen der eingeschworenen Gemeinschaft ist ein leuchtend gelbes Schlüsselbändchen mit unübersehbaren roten und blauen Buchstaben und der erinnerungswürdigen Aufschrift Pholster-Phohl, die sich unerbittert in die Netzhaut brennt.

Sie sind ein kleines Völkchen mit friedlichen Absichten, manchmal etwas zu laut und unkontrolliert, aber immer mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen. Unerschrocken erkunden sie die Welt außerhalb des sächsischen Universums und lassen sich dabei nicht von schmunzelnden Blicken der im hochdeutschen Sprachraum lebenden Bevölkerungsgruppe einschüchtern.

Der Sprachgesang ist etwas gewöhnungsbedürftig, doch mit etwas Übung, gutem Willen und einer reichlichen Portion Phantasie kann auch der ungeübte Linguistiker  diesen verbal hochgradig anspruchsvollen Texten folgen:

Herdda, dor Muggefugg isch gold. Kumschte nei!
Hans, hasse den Googleschreiba inne Dasche?
Tschässigah! Musse imma olled andaddschorn, nu?
Orschwerbleede!

Ich werde dieser possierlichen Spezies noch ein wenig Lauschen, um beim nächsten 45-minütigen Anstehen an der Bordrezeption ein wenig mitplaudern zu können.

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Heute ist ein Seetag und es gibt tatsächlich jede Menge zu sehen. Das Meer zum Beispiel. Und die Iranische Küste auf der Schiffsseite mit den geraden Zahlen. 

Und es wird heute ein unendlich großes Potpourri an Aktivitäten angeboten, damit der gemeine Kreuzfahrer sind vor Langeweile nicht die Nägel lackiert oder von der Reling stürzt.  

Muskelaufwärmübungen, zum Beispiel. Nunja, wie der Name bereits unvermessen ankündigt, ist dieses morgendliche Sportprogramm nicht für jeden Kreuzfahrer geeignet. Ich könnte hingehen, allerdings kollidierte diese körperliche Ertüchtigung zeitlich mit meiner morgendlichen Hyalorongesichtstherapie die unmittelbar nach dem Zähneputzen im heimischen Kabinenbad stattfindet. 

Nächste Option wäre Malen & Basteln mit Jeremy, dem smarten Designer des Persischen Golfes. Hier können in der Beverly Hills Bar heute T-Shirts bemalt werden. Ich hab lange über eine aktive Teilnahme nachgedacht, bin dann aber zum Entschluss gekommen, den Endachzigern den Valentinstag nicht zu versauen. Noch lieber hätte ich bunte Blüten aus Luftballons geknotet oder Leuchttürmchen aus grauen Pappröllchen aufgebrauchten Toilettenpapiers gebastelt.

10:00 Uhr: Ping Pong Turnier. Verdammt. Zu spät.

11:00 Uhr: Frühshoppen am Pool auf Deck 12, mit original Bayerischer Folklore und Trachten aus dem schönen Bavaria. Hier wird gleich das Fass angestochen und die Kapaelle lädt zum rhythmischen Schunkeln ein. Zopfflechtkurse und Bayerisch Unterricht werden für Goldmitglieder kostengünstig angeboten.

11:30 Uhr: Servietten falten. Ja! Endlich mal ein sinnvolles Angebot für den aktiven Weltenbummler. Ich möchte gern wissen, wie man aus einer Serviette einen gestreckten Mittelfinger bastelt oder ein niedliches Einhorn mit langem Schweif.

Wenn ich jetzt aufstehen würde, käme ich noch rechtzeitig zur Polka-Tanzstunde mit Carolina und Luis (Vittong 😉 witzig!). Bedauerlicherweise habe ich meine Polnischkentnisse adhoc nicht abrufbereit, sodaß ich diesen Programmpunk aus meiner heutigen Aktivitätsliste streichen werde.

12:30 Uhr: Kleines Golf Turnier. Ich frag mich, wie die die Fahrzeuge wohl an Bord kriegen wollen.

15:15 Uhr: Pooldeck. Eiscreme-Demo. Oder meinen die Eincreme-Demo? Bei der deutschen Übersetzung des Tagesprogramms bemerkt der aufmerksame Leser doch einige Übersetzungs- und Rechtschreibschwächen und so behaupte ich, angesichts der heutigen Außentemperaturen, es handelt sich um die Demonstration des richtigen Eincremens vor dem Sonnenbad.

16:30 Uhr: Deck 5, Arabisch Unterricht. Daran nehm ich definitiv teil. Ich würde gern meinen arabischen Grundwortschatz weiter ausbauen und meine bereits gelernten Vokabeln überprüfen:
Getränkebestellung – Hassu manbia da
Aufforderung „Aus dem Weg“ – Haudum al-abda
der Toningenieur – Machma Hall
der Eventmanager – Hassema gaffa da

Aktuelle Position: 288,83 sm (534,91 km) vor Bahrain

Das Positive an diesem Schiff: Es gibt kein Kinderbuffet. Zunächst betrachtete ich diesen Umstand jedoch als äußerst irreparabel, bis mich mein ausgemergelter Körper auf direktem Wege zum Erwachsenenkuchenbuffet führte, auf dem diese völlig überzuckerten Baiserkekschen still darauf warteten, ihr nächstes Opfer direkt auf die Oberschenkel zu hüpfen. Da ich mir über die Wirkungsweise auf den körperlichen Umfang durchaus bewußt bin, konsumiere ich dieses adipös vorbelastetem Genussmittel äußerst sparsam – im Gegensatz zum ein oder anderen Passagier, der die Konfektionsgröße eines mittelgroßen Beduinenzeltes trug. Bei der Frage, „Findest Du mich zu dick?“ Wäre die einzig richtige Antwort „Warte, ich komm rum“. Das sind die Menschen, die ihre Topfpflanzen mit dem lateinischen und dem deutschen Namen beschriften, damit sie zweisprachig aufwachsen.

Prinzipiell ist man auf Kreuzfahrtschiffen ständig einer großen Hungersnot ausgesetzt. Was, wenn das Buffet aufgrund von fehlendem Bircher Müsli früher schließen müsste? Oder gekochte Eier so lange gewärmt würden, dass sich erste Anzeichen von intelligentem Leben entwickelt und zaghaft von innen die Schale durchbricht? Oder mitten auf dem Weg von Muscat nach Bahrain der Vorrat an Dosenananas über dem Haltbarkeitsdatum liegt? Diese Situationen möchte doch niemand an Bord erleben, niemand! Man weiß einfach nicht, wann der Essensvorrat zur Neige geht. Es kann jederzeit völlig überraschend stattfinden. Daher baut der kluge Kreuzfahrer eben vor und schüttet alles in sich rein, so lange es noch lauwarm auf der Buffetfläche vor sich hin trocknet.

Ich habe Schnitzel, Lasagne, Pasta mit Kochschinken, frisch gefangenen Seelachs, Kartoffelsalat, Deutsche Würstchen, Quiche mit Möhrchen, drei Pizzastücke belegt mit Tomate, Mozzarella, Oliven und Salami sowie zwei Schokoladentörtchen mit einer Piemont-Kirsche lieblos übereinander gestapelt auf der räumlich eingeschränkten Grundfläche eines einzigen Tellers gesehen! 

Memo an mich: Lächeln. Umdrehen. Augen rollen. Nicht andersrum.

Wetter: heiß, 29 Grad eine sehr laue Brise
Route: grad auf der Straße von Hormus unterwegs

Es gibt Momente im Leben, da sind Badelatschen, auch wenn sie mit edlen Swarowski-Kristallen (ähnlich denen, die zu tausenden in den tonnenschweren Kronleuchtern der Moscheen vor sich hin stauben), aufgewertet sind, nicht die richtig Wahl zu sein scheinen. Zum Beispiel dann, wenn man wie eine Gazelle auf Felsen hüpft, über Geröll wandert, auf Steine klettert und sich entlang einer Felswand hangelt, bei der es auf einer Seite so unergründlich tief abwärts geht, vergleichbar mit dem schwarzen Loch in Damenhandtaschen. Willst Du etwas nie wieder sehen, dann leg es in meine Damenhandtasche, dort wird es in Nanosekunden von Universum inhaliert. Nachweislich ist meine Handtasche von innen deutlich größer als sie von außen den harmlosen Anschein erweckt. Ich weiß nicht, hat irgendjemand schon mal dieses Mysterium lösen können? Hömma, wir sind in der Lage, künstliche Hüften zu implantieren, vegane Schnitzel zu modulieren oder Molekular-Cocktails zu mischen, die geschmacklich an Saibling mit Tintenfischrisotto erinnern, schaffen es aber nicht, eine plutoniumbetriebene Handtaschenflutlichtanlage zu erfinden, die hell genug leuchtet, um auch die dunkelste Ecke einer Damenhandtasche zu erreichen? Welch unerforschte Lebensformen sich hier wohl hinter leeren Tick Tack Boxen, zerfaserten Taschentüchern, Werthers Echte Bonbonpapier, Parfümpröbchen, einem Black&Decker-Akkuschrauber und Notizzettel aus vergangenen Epochen der Menschheitsgeschichte verstecken! Vermutlich würde ein Sammelsurium dieser Informationen die gesamte Theorie der Evolution revolutionieren! – Aber ich weiche vom Thema ab. Muscat war toll – ich sollte wiederkommen!

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